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Geschichte
wurden von Thermalbädern geprägt, besonders aufgrund der außerordentlichen Architekturen, in welchen die Bäder eingebettet waren. Genau wie das Imperium selbst, so dehnten sich die Thermalbäder in ganz Europa aus und kamen so auch nach Galicien (in Spanien), wo die Römer paradiesische Thermalquellen entdeckten.
Plinio. In seinem Buch “Natürliche Umwelt” verweist er auf “eisenhaltige Quellen” und beschreibt deren Geschmack und heilende Eigenschaften. Vitrubio unterschied schwefelhaltige, aluminiumhaltige, salzhaltige und teerhaltige Quellen und stellte außerdem fest, dass alle Warmwasserquellen medizinische Fähigkeiten haben, welche sich aus dem Boden ergeben, der das Wasser erwärmt, die Mineralien kocht und damit eine neue unterschiedliche Stärke zum normalen Zustand gibt. Mittelalter Mohammed hat wesentlich zur Bedeutung der Hygiene und der körperlichen Pflege mit Wasser beigetragen. Ramses und Avicena, größter Mediziner der arabischen Sprache, entwickelten die Hydrotherapie zu einer Anwendungsmethode in Form von Bädern, Getränken und lokalen Anwendungen. Im christlichen Europa tat man hingegen einen Schritt zurück. Der Kult um Körper und Hygiene wurde aufgegeben und die erlangten Kenntnisse wurden in allen nachfolgenden Jahren in den Klöstern verschlossen und vergessen. XV. – XVI. Jahrhundert Juan Miguel Savonarola veröffentlichte 1498 “De Balneis et Thermis“, was als erste Abhandlung über Thermal- und Kurbadtherapie angesehen wird. 1571 fasst Andrea Bacius im Buch „De Termis“ die Eigenschaften und Wirkungen medizinischer Wasser zusammen, was als eine der wichtigsten Arbeiten zu diesem Thema gilt. XVII. und XVIII. Jahrhundert Mehr und mehr Mediziner studieren und entwickeln die Hydrotherapie weiter. Hinzuweisen ist auf die deutschen Mediziner Ovelgün und Hoffmann. Mit ihren Studien und Publikationen gaben sie einen wesentlichen Impuls für die Hydrotherapie. Am Ende XVII. Jahrhunderts verteidigten Sigmund und Johann Hahn, bekannt auch als Wasser-Mediziner, die wassertherapeutischen Anwendungen nicht nur als vorbeugende Maßnahmen, sondern auch als therapeutische Behandlungsmethode bei verschiedenen Krankheiten, die noch heute eingesetzt werden. XIX. Jahrhundert Eine neue Generation von Doktoren entsteht, die einen Rückschritt in der Kultur der Hydrotherapie herbeiführen, was in ihrem Ehrgeiz liegt, neue Techniken und Indikationen für jede Krankheit zu entdecken. Mit Priessnitz wird die Hydrotherapie wieder entdeckt. Als dieser sich die Rippen brach, entschied er kalte Wasserbinden anzuwenden, nachdem er sah, wie seine benachbarten Bauern diese Technik anwandten, um verletzte Tiere zu heilen. Kneipp erfand eine der wichtigsten Techniken der Hydrotherapie: die „Kneipp-Kur“, basierend auf teilweisen oder vollen Strahlen mit kaltem Wasser. In Spanien wurde die Hydrotherapie 1816 im Wege eines Realdekrets reguliert, wonach jedes der wichtigsten Bäder des Königreichs einen in Hydrotherapie und Medizin versierten Professor haben muss, der die Anwendung und den Gebrauch angibt. XX. Jahrhundert Die Hydrotherapie wird als Fach an einigen Universitäten angeboten, als erstes in Österreich. Die medizinischen Studien dieser Zeit helfen die Techniken zu verstehen und zu verbessern. Das Verständnis um die Funktionsweise des menschlichen Körpers und die Verbesserung in der Diagnostik waren alles Beiträge dieser Glanzzeit. Studien über das Wasser selbst entstanden. Geologen zeigen die Eigenschaften von Wasser auf und klassifizieren nach physikalischen oder chemischen Eigenschaften. Weit im XX. Jahrhundert wurde die Thermalquellentherapie bereits Gegenstand wissenschaftlicher Untersuchungen sowie rationaler und kritischer klinischer Beobachtungen. Nicht nur die Hydrotherapie schreitet voran, auch die traditionelle Medizin. Ende des XX. Jahrhunderts Der moderne Lebensrhythmus, der Stress, die Arbeit und das verrückte Leben, das wir führen, lässt uns einen Moment einhalten, um zu erkennen, dass wir Ruhe benötigen. Die Hydrotherapie kommt wieder auf in Gestalt von Kurbädern, modernen Einrichtungen auf römischen Konstruktionen, Zonen der Ruhe und Rast, Behandlungen gegen Stress, Tabak, usw. eine Rückkehr zur Natur und den Lehren des Hypokrates. |
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